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Wärmedehnung · Längenausdehnungskoeffizient

Werkstoff

mm
°C
°C
Stahl unlegiert · 1000 mm · ΔT 5 K

Änderung

ΔL
–
in µm
–

Maß bei Teil-Temperatur

L bei TTeil
–
ΔT
–

Bezug 20 °C

Abweichung von 20 °C
–
α
–

Wie gerechnet wird

ΔL = L · α · (TTeil − TMessmittel) – die Länge ändert sich linear mit der Temperaturdifferenz. Für Durchmesser gilt dieselbe Formel, weil α ein Längenausdehnungskoeffizient ist.

Praxis: Ist das Teil wärmer als das Messmittel, misst du ein größeres Maß als es bei 20 °C hat. Die Differenz zeigt der Rechner mit Vorzeichen – positiv heißt „Teil ist bei Messung größer".

Achtung bei „Stahl legiert": Austenitische Edelstähle (V2A/V4A) dehnen sich mit rund 16 · 10⁻⁶ deutlich stärker aus als ferritische Stähle mit etwa 11 · 10⁻⁶. Bei großen Teilen macht das schnell einige Zehntelmillimeter aus. Ferritische legierte Stähle (z. B. 1.4016 / AISI 430) liegen bei 10,0 · 10⁻⁶ (20–100 °C), 10,5 (20–300 °C) und 11,0 (20–500 °C).

Bei großen Temperaturunterschieden den α-Wert des passenden Bereichs verwenden – die Koeffizienten sind Mittelwerte über den angegebenen Temperaturbereich.

α-Werte nach eigenen Unterlagen. Die Streuung je Werkstoff und Legierung ist teils erheblich – für enge Toleranzen den Wert des konkreten Werkstoffs verwenden.